
In den Festen des Kirchenjahres - Weihnachten, Epiphanias, Ostern, Pfingsten, Allerheiligen - in der Fastenzeit, in Hochzeit und Taufe erlebt der Mensch die Allgegenwart Gottes, eine Erfahrung der Ewigkeit wird vermittelt. So wie der einzelne Mensch mit seiner Glaubenserfahrung im Mittelpunkt der orthodoxen Glaubenswirklichkeit steht, die mystische Erfahrung ebenbürtig neben der Theologie, so steht auch das Heil des einzelnen über den Buchstaben der Kirchengesetze. Das ist eine der Grundlagen dafür, daß die orthodoxe Frömmigkeit vom Herzen - und nicht vom Verstand - kommt.