
Der Main ist Wasserstrasse, Lebensnerv und - gemeinsam mit dem Rhein-Namensgeber einer Region: Rhein-Main. Vom Fluss aus wird deutlich, wie wichtig er für die Entwicklung dieses Handels- und Wirtschaftszentrums war und ist. Wie an einer Perlenschnur aufgereiht: Industrie- und Hafenanlagen, Kraftwerke, Schleusen, Brücken und Wohnsiedlungen - Zeugnisse der industriellen Revolution um 1990 und moderne Hochhausarchitektur. Doch spielt das industrielle Erbe im Bewusstsein von Fremden und Einheimischen kaum eine Rolle. Weltweit berühmt ist die Region heute als Banken- und Dienstleistungs-Metropole. Der Autor ist den Spuren der "Route der Industriekultur" gefolgt, einem Projekt von Wissenschaftlern, Architekten und Historikern. Ziel der Initiative ist es, die Geschichte der Arbeit zwischen Bingen und Aschaffenburg erlebbar zu machen. Höhepunkte des Films sind unter anderem das Jugendstilklärwerk in Frankfurt Niederrad, der Verwaltugnsbau der ehemaligen Hoechst AG von Peter Behrens oder die neue Montagehalle der Adam Opel AG, aber auch die innerstädtische Industriebrache der Frankfurter Naxoshalle und das Kulturbiotop in der ehemaligen Zellulosefabrik in Okriftel. Und Menschen, die auf die ein- oder andere Weise die vorgestellten Orte repräsentieren: Arbeiter, Architekten, Anwohner, Künstler.