
Bis Januar 1945 konnte man in Königsberg und den Teilen Ostpreußens, die noch nicht bei der Oktoberoffensive der Sowjets verloren gegangen waren, hoffen, vom schlimmsten verschont zu bleiben - sei es durch die von der Durchaltepropaganda in Aussicht gestellte "Wunderwaffe", sei es durch eine Beendigung des Krieges auf dem Verhandlungswege. Als dann aber am 13. Januar 1945 die sowjetische Großoffensive gegen die Heeresgruppe Mitte losbrach, war der Untergang Ostpreußens besiegelt, so erdrückend war die Übermacht. Dieser Film rollt zunächst noch einmal die Ereignisse bis Januar 1945 auf anhand von Aufnahmen, die wir im ersten Teil unserer Filmreihe über die Tragödie Ostpreußen noch nicht gezeigt haben. Ab Mitte Januar überstürzten sich dann die Ereignisse. Schwerpunkte dieses Films sind die Flucht der Landbevölkerung, die Rettung über die Ostsee und die Gustloff-Katastrophe, die Aufreibung der 4. Armee im Heiligenbeiler Kessel, der Kampf um die Festung Königsberg, die Rückzugsgefechte im Samland bis zur letzten Ablandung vom Hafen Hela am 8. Mai 1945 und immer wieder das Wüten der Rotarmisten in den eroberten Gebieten, insbesondere in Königsberg, wo das Grauen nach der Kapitulation der Festung am 9. April erst richtig begann. Zahlreiche Zeitzeugen - Soldaten und Zivilisten - kommen zu Wort. Diese besonders authentischen Darstellungen der Geschehnisse werden reich bebildert mit historischen Aufnahmen - insbesondere von sowjetischen Kameraleuten - und mit aktuellen Aufnahmen der Schauplätze von heute. Wer nicht selbst die Dramatik des Jahres 1945 im deutschen Osten erlebt hat, wird nach diesem Film einen Begriff haben von dem Ausmaß der ostpreußischen Tragödie.