
Im Jahre 1927 besuchte Fritz Hippler zum ersten Mal eine Versammlung der NSDAP. Es sprach damals der Gauleiter und spätere Propagandaminister Dr. Joseph Goebbels. Als Berlin Studentenbundführer protestierte er gegen die Unterdrückung moderner Künstler, wie Barlach, Nolde und Schmidt-Rottluff und wurde daraufhin 1935 als HJ-Führer abgesetzt. Doch das ändert nicht an der steilen Karriere, die ihn in wenigen Jahren an die Spitze des deutschen Films brachte. Er wurde im Jahre 1939 von Dr. Goebbels zum Reichsfilmintendanten ernannt. In dieser Tätigkeit lernte Hippler ausnahmslos alle Größen des deutschen Films kennen, unter ihnen Hans Albers, Gustav Gründgens, Heinz Rühmann und viele andere. Dr. Hippler war an der Produktion wichtiger Propagandafilme beteiligt, wie "Der Westwall", "Sieg im Westen" und wohl dem berüchtigtsten antisemitischen Film "Der ewige Jude". Aufgrund der unmittelbaren Zusammenarbeit mit Dr. Goebbels kann Hippler wohl als einer der letzten verbleibenden Zeitzeugen die Zusammenhänge des Mediums Film zum Zwecke der Propaganda erklären. Eindrucksvoll schildert er seine Erlebnisse an der Seite eines Mannes, den noch heute viele als Propagandagenie bezeichnen. Da sich Hippler oft für "nichtarische" Künstler einsetzte, entläßt ihn Goebbels 1943 und schickt ihn als einfachen Soldaten zum Heer. Einer der wenigen noch lebenden Zeitzeugen des III.Reiches äußert sich zum letzten Mal vor der Kamera. Eine Videodokumentation von höchstem Wert.